Ich mag das Haus, mit jedem Tag mehr. Auch, wenn ich jetzt nachgeben musste und mir Ohrstöpsel für die Wochenenden gekauft habe. Meine Mitbewohner sind zwar immer sehr einsichtig, wenn ich darum bitte, Sonntag früh nicht solchen Krach zu machen, aber wenn sie dann wieder nach Hause kommen, gut aufgedreht, dann stoppt sie kein Gedanke. Aber ich mag es, hier auf eine Couch zu liegen, ein Buch oder eine Zeitschrift zu lesen und Dublins Straßen-Geräusche durchs offene Fenster zu hören. Die zentrale Busstation "Busaras" ist nicht weit weg, der Bahnhof gleich nebenan und deswegen laufen an so einem Samstag tausende Touristen unter unseren Fenstern vorbei. Sie reden in hundert Sprachen, zerren die interessantesten Gegenstände hinter sich her und an den Kleidern kann man versuchen zu erraten, wo sie herkommen. In solchen Momenten kenne ich den Unterschied zwischen Besuchern dieser Stadt und mir. Aber ich denke dann auch gleich an den Unterschied zwischen Ich-in-Berlin und Ich-in-Dublin.
Dieser Blog ist archiviert...
Im Mai 2011 bin ich nach 6 Jahren in Irland zurück nach Deutschland gezogen und habe diesen Blog eingestellt. Mein neuer Blog heißt Geist und Gegenwart und ist unter www.geistundgegenwart.de zu erreichen.
Samstag, 16. Juli 2005
Unser Haus: Ein ehemaliges Bordell in der Talbot Street
Ich mag das Haus, mit jedem Tag mehr. Auch, wenn ich jetzt nachgeben musste und mir Ohrstöpsel für die Wochenenden gekauft habe. Meine Mitbewohner sind zwar immer sehr einsichtig, wenn ich darum bitte, Sonntag früh nicht solchen Krach zu machen, aber wenn sie dann wieder nach Hause kommen, gut aufgedreht, dann stoppt sie kein Gedanke. Aber ich mag es, hier auf eine Couch zu liegen, ein Buch oder eine Zeitschrift zu lesen und Dublins Straßen-Geräusche durchs offene Fenster zu hören. Die zentrale Busstation "Busaras" ist nicht weit weg, der Bahnhof gleich nebenan und deswegen laufen an so einem Samstag tausende Touristen unter unseren Fenstern vorbei. Sie reden in hundert Sprachen, zerren die interessantesten Gegenstände hinter sich her und an den Kleidern kann man versuchen zu erraten, wo sie herkommen. In solchen Momenten kenne ich den Unterschied zwischen Besuchern dieser Stadt und mir. Aber ich denke dann auch gleich an den Unterschied zwischen Ich-in-Berlin und Ich-in-Dublin.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen