Dieser Blog ist archiviert...
Im Mai 2011 bin ich nach 6 Jahren in Irland zurück nach Deutschland gezogen und habe diesen Blog eingestellt. Mein neuer Blog heißt Geist und Gegenwart und ist unter www.geistundgegenwart.de zu erreichen.
Posts mit dem Label Reisen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reisen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Sonntag, 27. Februar 2011
Spaziergang: 13 Kilometer Küste auf Howth
Gestern bin ich 13 Kilometer an der Irischen Küste entlang gelaufen. Es kam mir dabei zuweilen vor, als sei die Natur die schönste und einfachste Passform meines Geistes. Rechts von mir waren immer die Berge, links immer das Meer, oben der leere Himmel und unter mir der feste Boden. So einfach, vier Stunden lang. Ich ging in diesen unkomplizierten Strukturen komplett auf. Meine Gedanken entwirrten sich ohne mein Zutun. Als ich am Abend zurück kam, stellte ich fest, dass sich einige der Problemknäuel, die mir zuvor zu schaffen gemacht hatten, aufgelöst hatten. Ich erkannte meine Begrenztheit in Situationen, die ich vorher noch meinte, aktiv meistern zu müssen. Nun dachte ich: Es ist, wie es ist und was daraus wird, muss sich zeigen. Ich war nach den 13 Kilometern ganz schön fertig und schlief am Abend wie ein Baby. Mehr dazu auf Geist und Gegenwart.
Dienstag, 11. Januar 2011
Irische Tourismus Gewinne fielen 2010 um 13%
![]() |
| Von der Connolly Bridge in Dublin |
Die traditionellen B&Bs (Bed and Breakfasts) sahen sich auch aus anderen Gründen in einer Krise: Viele neue Hotelbetten machen ihnen das Geschäft streitig und nicht registrierte B&Bs, die keine Gebühren zahlten und deshalb günstigere Preise anbieten konnten, taten ihr übriges. Als Konsument muss ich jedoch auch sagen, dass die Irischen B&Bs sich oft auf ihren Lorbeeren ausruhten und horrende Preise für zum Teil furchtbare Zimmer verlangten. Durch die große Nachfrage, sahen sich viele Betreiber auch nicht in der Not, einen guten Service zu bieten oder Kulanz zu zeigen. Beispielsweise kenne ich Fälle, wo Touristen trotz bestätigter Buchung wieder weggeschickt wurden, weil das B&B überbelegt war. Aus eigener Erfahrung weiß ich von ganz traurigen Frühstücksangeboten zu berichten. Hier kann man Glück oder Pech haben.
Für dieses Jahr sind die Iren jedoch optimistisch. Umfragen zeigen, dass Irland nach wie vor ein äußerst beliebtes Ziel ist. Die Nutzer der Reiseseite Frommers.com haben Irland auf den ersten Platz der beliebtesten Ziele 2011 gewählt. Letztes Jahr war es noch Paris. Mindestens 80% aller Touristen buchen mindestens Teile ihrer Reise mittlerweile online. Außerdem sind die irischen Preise gesunken und in Großbritannien wurde die Mehrwertsteuer angehoben. Das macht Irland auch für Konsum-Kurztrips aus dem Nachbarland attraktiv.
Donnerstag, 6. Januar 2011
Endlich: Fahrräder in Dublins S-Bahnen
![]() |
| Dublins DART |
Dienstag, 7. Dezember 2010
Linkliste zu Notfall- und Verkehrs-Services und zur Gesundheitsversorgung
Klicken Sie auf den "Weiterlesen »", um alles Links zu sehen, die in Notfällen und beim Planen von Reisen behilflich sein können.
Donnerstag, 16. September 2010
Couch Surfing: Win Win Win Situation
Im Moment mache ich, was man gerne "Couch Surfing" nennt: Man aktiviert Kontakte aus dem engeren oder weiteren sozialen Netzwerk und schläft bei ihnen kostenlos auf der Couch oder - falls vorhanden - in einem extra Zimmer mit Bett. Da ich nicht mehr 17 bin, vermeide ich tatsächliches Couch Surfing und suche mir meine Gelegenheiten genau aus. Wenn ich nichts finden würde, wo ich mein eigenes Zimmer alleine für mich hätte, schliefe ich lieber teuer im Hotel.
Ich hatte diesmal aber auch Glück: Ein guter Freund und Arbeitskollege ist mit Frau und Hund für eine Woche in den Urlaub gefahren und hat mir sein Haus in Dun Laoghaire komplett überlassen. Besser geht es nun wirklich nicht. Am Wochenende kommen sie zurück. Nächsten Mittwoch fliege ich nach Paris und erst am Sonntag, wenn ich zurück komme, wird meine eigene Wohnung bezugsfertig sein. Also muss ich noch vier Nächte irgend wo anders unterkommen.
In meiner Firma gibt es eine Plattform, wo Kollegen genau das anbieten: "Ich hab noch ein Zimmer frei. Schlaf ein paar Nächte bei hier, umsonst." Oft machen diese Leute dann einen sogenannten Swap - also einen Tausch. Der eine kommt für einen Trip nach Dublin, während der andere nach San Francisco reist. So hat jeder eine kostenlose und private Unterkunft. Eine gute Idee, die es auch in öffentlichen Internet Börsen gibt. Ich habe bei fünf Kollegen angefragt und zwei Angebote bekommen, ohne Swap und ganz egoistisch. Die Anbieter sind oft Leute, die einfach nicht immer alleine sein wollen. Sie wollen unterhalten werden, von Reisen hören oder ein Bier trinken gehen. Ich bin gespannt. Ich werde bei einem spanischen Kollegen schlafen. Interessant ist auch, dass man dadurch Leute kennen lernt, mit denen man nicht zusammenarbeitet. Das erweitert den Horizont und sogar die Firma hat was davon: Besser vernetzte Kollegen sind glücklicher und produktiver, Synergien entstehen.
Ich hatte diesmal aber auch Glück: Ein guter Freund und Arbeitskollege ist mit Frau und Hund für eine Woche in den Urlaub gefahren und hat mir sein Haus in Dun Laoghaire komplett überlassen. Besser geht es nun wirklich nicht. Am Wochenende kommen sie zurück. Nächsten Mittwoch fliege ich nach Paris und erst am Sonntag, wenn ich zurück komme, wird meine eigene Wohnung bezugsfertig sein. Also muss ich noch vier Nächte irgend wo anders unterkommen.
In meiner Firma gibt es eine Plattform, wo Kollegen genau das anbieten: "Ich hab noch ein Zimmer frei. Schlaf ein paar Nächte bei hier, umsonst." Oft machen diese Leute dann einen sogenannten Swap - also einen Tausch. Der eine kommt für einen Trip nach Dublin, während der andere nach San Francisco reist. So hat jeder eine kostenlose und private Unterkunft. Eine gute Idee, die es auch in öffentlichen Internet Börsen gibt. Ich habe bei fünf Kollegen angefragt und zwei Angebote bekommen, ohne Swap und ganz egoistisch. Die Anbieter sind oft Leute, die einfach nicht immer alleine sein wollen. Sie wollen unterhalten werden, von Reisen hören oder ein Bier trinken gehen. Ich bin gespannt. Ich werde bei einem spanischen Kollegen schlafen. Interessant ist auch, dass man dadurch Leute kennen lernt, mit denen man nicht zusammenarbeitet. Das erweitert den Horizont und sogar die Firma hat was davon: Besser vernetzte Kollegen sind glücklicher und produktiver, Synergien entstehen.
Samstag, 4. September 2010
Die acht Essentials für prekäres Wohnen
Um das prekäre Wohnen halbwegs erträglich zu machen, braucht man seine ganz individuellen sieben Sachen. Oder acht in meinem Fall. An was muss man neben den selbstverständlichen Sachen wie Kleidung und Geld noch denken, um die Zivilisation selbst unter den widrigsten Bedingungen hoch zu halten? Anständig aus dem Koffer leben ist eine Kunst. Deswegen hier meine acht Essentials:
- Elektrische Zahnbürste und Rasierer. Auf keinen Fall dürfen nicht-elektrische, manuelle Rasierer oder Zahnbürsten mitgenommen werden. Das verstärkte nur den Eindruck vom prekärem Leben.
- Besteck. Besser noch als mein Reisebesteck wäre ein echtes Silberbesteck mit Elfenbeingriffen.
- Der Reise-Adapter. Klarer Fall!
- Ein gutes Buch. Am besten etwas romantisch-rebellisches wie hier von Edward Abbey. Da lernt man auch widrige Umstände schätzen.
- Der Laptop. Ohne verdummt man, hat einen Kontakt zur Außenwelt, sieht keine Nachrichten und wird von seinen Facebook-Freunden vergessen.
- Schlafmaske und Ohrenstöpsel. Ernsthaft: Ohne macht man kein Auge zu. Besonders in Dublin, wo die Sonne um 5 aufgeht und die nachbarlichen Alarmanlagen die ganze Nacht hindurch heulen. Exkurs: Alarmanlagen sind in Dublin überall, aber niemand nimmt sie ernst. Ich sah schon Polizisten an Banken vorbei schlendern, während über dem Eingang die Alarmanlage schrillte.
- Das Schweizer Taschenmesser in groß. Für das Brotschneiden, Bierflaschenöffnen, Korkenziehen, Büchsenknacken, für die Maniküre und die Fahrradreparatur.
- Das Wichtigste: der 0,5 l Thermobecher mit Teesieb. Ohne den gehe ich nirgends hin, denn ich bin kein Mensch, wenn ich morgens keinen ordentlichen Tee bekomme. Der Becher ist unkaputtbar und man kann selbst im Bett aus seiner kleinen Öffnung im Deckel trinken. Nachteil: Man muss bei der Flughafenkontrolle immer seine Tasche leeren, um zu zeigen, dass man in dem Becher wirklich nur eine Tüte losen Tees gestopft hat und keine Unze Marihuana.
Donnerstag, 2. September 2010
Prekäres Wohnen in Dublin
![]() |
| Zimmer in einem Dubliner B&B |
Danach zog ich in ein Zimmer bei einem Freund einer Freundin. Der hatte einen Hund und eigentlich war das alles OK, nur dass ich kein WG-Mensch bin und bald wieder auszog. Anschließend zog ich zu einem Ärzte-Ehepaar, deren Kinder alle auf Boarding Schools waren und deren riesiges Haus in der Morris Avenue daher fast leer stand. Nur Katzen und Papageien schrien den ganzen Tag über, während ich Klassenarbeiten korrigierte. Auch irgendwie bizarr.
In Berlin lebte ich einmal in der Christburger Straße in einer Einraum-Wohnung. Das Klo musste ich mir mit jemandem teilen und irgendwann bekam ich psychische Probleme, weil mich das alles so deprimierte.
In Dublin schlief ich zuerst mit 5 Bauarbeitern in einem Hostel. Ich machte kein Auge zu, es stank, quietschte, rülpste und pupste. Dann wohnte ich illegal mit drei anderen Gestalten in einem alten Bordell. Diese WG ging in die Brüche, weil die Hälfte der Leute (oh Wunder) kriminell war, Geld stahl und sich um Drogen kloppte. Außerdem waren uns die Vermieter auf den Fersen, denn ich zahlte zwar pro Monat 500 €, das Geld kam aber nie an. Dann lebte ich mit einem Kollegen in einer zu kleinen Wohnung bis ich meine Freundin kennen lernte. Wir zogen über Umwege dann endlich in ein schönes Haus. Im Frühsommer diesen Jahres verließen wir das Haus wieder, um durch Europa zu reisen.
Nun bin ich alleine noch einmal zurückgekehrt (wer weiß, wie lange) und suche nach einem Apartment, das halbwegs erschwinglich ist und keinen langfristigen Mietvertrag erfordert. Gute Apartments gehen bei 250 € pro Woche (!) los. Wenn man keinen Wert auf gute Standards und gute Lage legt, dann kann man auch was für 150 € pro Woche haben. Das ist eher mein Budget und bis ich das gefunden habe, tingle ich zwischen einer Pension (150 € pro Woche), dem Haus eines Freundes (0 €) und einem Hotel (50 € pro Nacht) hin und her.
Mein Zimmer in der Pension Blackstone House ist deprimierend: 10 m², alte Gardinen, eine Tür, die nicht richtig schließt, ein Mini-Kühlschrank, den ich nachts ausschalten muss, weil er zu laut zum Schlafen ist. Meine Kleider hängen mitten im Raum auf Bügeln von der Decke. Einrichtungsgegenstände (Lampen, Spiegel, Stuhl, Bett, Kleiderständer - kein Schrank) sind aus Restbeständen zusammengewürfelt. Natürlich ist es nachts laut und hell, wegen der Hauptstraße vor der Tür. Das Klo mit Duschzelle wurde offenbar später angefügt und durch eine Pappwand abgetrennt. Wenn ich abends nach Hause komme, muss ich immer an eine Zelle denken. Wenigstens habe ich ein Dach über dem Kopf. Halbwegs sauber ist es auch und die Leute sind freundlich. Die Gegend, Rathmines, ist auch ganz ok. Es gibt tausend Geschäfte, Wäschereien und Restaurants, es gibt inzwischen sogar ein Kino im Shoppingcenter. Zusmmengefasst: Es könnte schlimmer sein. Die Tränen kamen mir trotzdem während der ersten zwei Tage.
Dienstag, 4. Mai 2010
Spazieren in Enniskerry und essen in Johnnie Fox's
Enniskerry ist ein kleines Städtchen in den Bergen südlich von Dublin. Natürlich findet man dort alles wichtige, angefangen von mehreren Kirchen über noch mehr Retsaurants bis hin zu einer Bibliothek und dem Uhrenturm im Zentrum. Etwas außerhalb finden sich die Knocksink Woods entlang des Flusses Glencree. Alles ist jetzt im Mai sehr grün und feucht, überall finden sich Tierspuren und tausende kleine Blumen in Blüte. Die Wander-Route in den Knocksink Woods ist jedoch ziemlich kurz und ohne große Anforderung. Innerhalb von 90 Minuten hat man das ganze absolviert und ist noch nicht einmal warm geworden. Wohl deshalb ist diese Route auch von Hundebesitzern sehr beliebt.
Anschließend fuhren wir nach Glencullen, um unser Glück bei Johnnie Fox's Pub zu versuchen. Angeblich ist diese Wirtschaft die höchste Irlands, was man aber wirklich nicht merkt, wenn man dort ist. Es war May Bank Holiday, mit anderen Worten: Es war eine ziemlich verrückte Idee, ohne Reservierung dorthin zu fahren und anzunehmen, dass wir etwas zu essen bekommen würden. Mit Glück bekamen wir den letzten Parkplatz und im Pub war es gerammelt voll - die Wartenden stapelten sich an der Bar. Wir sprachen trotzdem einen Kellner an und er sagte sofort, wir sollten ihm folgen. Zu unserer absoluten Verblüffung führte er uns zu einem Zweiertisch in einer Ecke.
Johnnie Fox's ist berühmt für gute Fischgerichte und da meine Firma einen ausgab (wir hatten 100 € auf der Firmen-Kreditkarte), lud ich meine Freundin zu Hummer und Weißwein ein. Der Wein war ein Chardonnay (kein Jahrgang, ein Vin de Pays d'Oc) und nicht besonders, aber das erwarten wir hier auch gar nicht. Der Hummer war excellent. Er kam bereits in Hälften geteilt und mit Shrimps angereichert und es war daher auch gar nicht schwer zu essen. Wer einmal vor einem ungeöffneten Hummer stand, weiß wovon ich rede. Fort Knox ist ein Scheiß dagegen. Hummer den ich an der Ostküste der USA ganz frisch aus dem Meer gekauft hatte, war vielleicht noch eine Spur besser. Die Beilagen waren super und das Guinness natürlich auch. Man überfrisst sich auch nicht so leicht an so einem Tier, denn man muss doch ganz schön rumpolken, um ans Fleisch zu kommen. Am Ende haben wir 98 € da gelassen und wir waren keinen Cent ärmer.
Anschließend fuhren wir nach Glencullen, um unser Glück bei Johnnie Fox's Pub zu versuchen. Angeblich ist diese Wirtschaft die höchste Irlands, was man aber wirklich nicht merkt, wenn man dort ist. Es war May Bank Holiday, mit anderen Worten: Es war eine ziemlich verrückte Idee, ohne Reservierung dorthin zu fahren und anzunehmen, dass wir etwas zu essen bekommen würden. Mit Glück bekamen wir den letzten Parkplatz und im Pub war es gerammelt voll - die Wartenden stapelten sich an der Bar. Wir sprachen trotzdem einen Kellner an und er sagte sofort, wir sollten ihm folgen. Zu unserer absoluten Verblüffung führte er uns zu einem Zweiertisch in einer Ecke.
Johnnie Fox's ist berühmt für gute Fischgerichte und da meine Firma einen ausgab (wir hatten 100 € auf der Firmen-Kreditkarte), lud ich meine Freundin zu Hummer und Weißwein ein. Der Wein war ein Chardonnay (kein Jahrgang, ein Vin de Pays d'Oc) und nicht besonders, aber das erwarten wir hier auch gar nicht. Der Hummer war excellent. Er kam bereits in Hälften geteilt und mit Shrimps angereichert und es war daher auch gar nicht schwer zu essen. Wer einmal vor einem ungeöffneten Hummer stand, weiß wovon ich rede. Fort Knox ist ein Scheiß dagegen. Hummer den ich an der Ostküste der USA ganz frisch aus dem Meer gekauft hatte, war vielleicht noch eine Spur besser. Die Beilagen waren super und das Guinness natürlich auch. Man überfrisst sich auch nicht so leicht an so einem Tier, denn man muss doch ganz schön rumpolken, um ans Fleisch zu kommen. Am Ende haben wir 98 € da gelassen und wir waren keinen Cent ärmer.
Sonntag, 28. März 2010
Irish National Stud in Tully, Co. Kildare
Ungefähr eine Autostunde westlich von Dublin befindet sich das Irische Gestüt. Es ist wirklich einen Tagesausflug wert, besonders wenn man Pferde mag oder wenn man seine Großstadt-Kinder beeindrucken will. Für Erwachsene kostet ein Ticket 11 Euro und damit kann man außer des Gestüts auch noch den Japanischen Garten besuchen. Der ist auch sehr schön, allerdings war März vielleicht selbst für Irland, wo der Winter ja zeitig endet, noch etwas früh. Wir haben also nicht viele exotische Pflanzen gesehen, aber immerhin Krokusse und Schneeglöckchen.
Mich hat der Sonntag an meine Ferien in Graditz bei Torgau erinnert. Dort war das Gestüt der DDR und meine Tante lebte und arbeitete dort. Für mich als Kind war das perfekt - den ganzen Tag draußen mit Pferden und Hunden und keine Erwachsenen, die Zeit gehabt hätten, sich um mich zu kümmern. Ich lief von Stall zu Stall und sah zu, wie die Pferde gefüttert wurden, wie die Stuten von den Hengsten gedeckt wurden oder wie sie trainiert wurden. Außerdem nahm ich am Voltigieren teil, ein Art Kunstreiten, die mir aber nicht mehr und nicht weniger beibrachte, als dass man vor diesen großen Tieren - und auch sonst nichts in der Welt - keine Angst haben musste. Wenn man fiel, stieg man einfach wieder auf. Eine schöne Zeit, in die ich mich hier im Irish Stud gerne wieder zurückversetzen ließ.
Mich hat der Sonntag an meine Ferien in Graditz bei Torgau erinnert. Dort war das Gestüt der DDR und meine Tante lebte und arbeitete dort. Für mich als Kind war das perfekt - den ganzen Tag draußen mit Pferden und Hunden und keine Erwachsenen, die Zeit gehabt hätten, sich um mich zu kümmern. Ich lief von Stall zu Stall und sah zu, wie die Pferde gefüttert wurden, wie die Stuten von den Hengsten gedeckt wurden oder wie sie trainiert wurden. Außerdem nahm ich am Voltigieren teil, ein Art Kunstreiten, die mir aber nicht mehr und nicht weniger beibrachte, als dass man vor diesen großen Tieren - und auch sonst nichts in der Welt - keine Angst haben musste. Wenn man fiel, stieg man einfach wieder auf. Eine schöne Zeit, in die ich mich hier im Irish Stud gerne wieder zurückversetzen ließ.
Freitag, 12. März 2010
Montag, 8. März 2010
Irland Karte von 1940
Eine schöne satirische Karte vom Blog Strange Maps, auf die mich NoodleGei aufmerksam gemacht hat. Offenbar wollte man um 1940 die Deutschen verwirren und ihnen die Invasion erschweren, z.B. indem man den Kompass (links oben verdreht) oder Irland zwischen dem Pacific Ocean und dem Unpacific Ocean liegen lässt. Wer sich davon nicht verwirren ließ, konnte vielleicht von den mit Krankheiten wie Rheuma und Diphtherie verseuchten Gebieten abgeschreckt werden. Außerdem ist Irland von gefährlichen Strömungen, tausenden Klippen und gefährlichen Haien umschwommen. Schön sind auch die Whirlpools vor der Ost- nein, halt Westküste. Innerhalb des Landes finden sich Sümpfe und Moore, die große Meath-Wüste, ein Baum, essbare ganz dicht neben giftigen Pilzen und nicht zuletzt einen Brunnen, von dem man glaubt, er sei nicht verseucht. Schön ist auch der Leuchtturm in der Mitte des Landes. Was natürlich nicht fehlen durfte, war der Hinweis auf die Stürme und die enormen Regenmengen... Sachlich betrachtet, ist die Karte eventuell gar nicht so weit entfernt von der Realität.
Sonntag, 31. Januar 2010
Powerscourt Waterfall (auf Irisch: Eas Chúirt an Phaoraigh)
Heute waren wir am Powerscourt Waterfall, der mit 121 Metern der höchste Wasserfall Irlands ist. Wir sind zu den Djouce Woods, einem kleinen hügligen Waldgelände gefahren und dort etwas rumgewandert, bis wir ins Tal kamen und von dort den Wasserfall bestaunen konnten. Das kleine Tal war sehr idyllisch mit lauter kleinen Bächen, Auwäldchen und kleinen Wasserfällen überall. Zu unserer Überraschung sahen wir nicht einmal Leute. Ein sehr erholsamer Sonntagsspaziergang.
View Larger Map
Freitag, 11. September 2009
Mit dem Auto in Dublin, Parken
In Dublin das Auto parken, kann schwierig sein. Es gibt in der City kaum Gelegenheiten zu parken, ohne zu zahlen. Das ist ja auch ganz vernünftig, wenn man nicht noch mehr Verkehr in die Inenstadt locken will. Es gibt viele Parkzonen mit Parkuhren (Pay and Display) und viele Parkhäuser. Es gibt 5 Zonen in Dublin und je nachdem, wo man parkt zahlt man für eine Stunde zwischen 63 Cent und 1.90 €.Natürlich gibt es auch einige bewachte Outdoor-Parkplätze, Park & Ride and den DART-Stationen und außerhalb des City-Centers kann man auch am kostenlos Straßenrand oder bei Supermärkten und Malls parken.
Wo man keinesfalls parken kann: Wenn man zwei gelbe Linien am Straßenrand sieht (Halteverbot), wenn man eine gelbe Linie sieht (Parkverbot) und natürlich nicht auf Fahrradwegen, Einfahrten, Bushaltestellen usw. Achtung: In Dublin wird "Clamping" betrieben, d.h. man bekommt eine gelbe Kralle ans Rad und muss unter (01) 602 2500 das Parking Enforcement anrufen, um die Kralle für 80 € wieder entfernen zu lassen. Wenn man sich nach einem Tag nicht um die Kralle gekümmert hat oder den Verkehr behindert, vielleicht gar Einsatzfahrzeuge, wird man auch abgeschleppt. Das Fahrzeug dann wieder zu bekommen, kostet auch 80 € plus tägliche Gebühren für die Aufbewahrung.
Dublin City Council
Parking Enforcement & Policy Section
Roads & Traffic Department
Block 2, Floor 6
Civic Offices
Dublin 8
Tel: (01) 222 2261
Fax: (01) 222 2190
Email: parkingenforcement@dublincity.ie
Mit dem Auto in Dublin, Verkehrsmeldungen

Es gibt eine praktische Seite mit einem Google-Maps-Mash-Up, auf der man aktuelle Behinderungen auf Dublins Straßen anzeigen lassen kann: AA Roadwatch. Das ist wirklich gut gemacht. Wenn man mit der Mouse auf ein Zeichen geht, dann öffnet sich ein kleiner Ballong mit Erläuterungen, um was für eine Behinderung es sich handelt. Wenn man dort nocheinmal hineinklickt, bekommt man weitere Informationen angezeigt, etwa die erwartete Dauer oder vorgeschlagene Umleitungen. AA ist die Automobil Association, also etwa wie AAA in den USA oder ADAC in Deutschland. Das Basispaket kostet 139 € pro Jahr und umfasst den normalen 24h Reparatur- oder Abschleppservice. Mit ca. 45 € ist die Mitgliedschaft in Deutschland nur etwa ein Drittel so teuer.

Auch prima zur Verkehrsübersicht in Dublin geeignet ist die Seite www.dublincity.ie/dublintraffic/ mit allen möglichen Life-Webcams.
Samstag, 5. September 2009
Zurück aus dem Urlaub: Dublin steht noch, oder?
Als ich in Berlin bei 31°C ins Flugzeug gestiegen war, sagte der Pilot das übliche Blabla: zweistündiger Flug, gute Bedingungen, leichter Nord-West-Wind und in Dublin erwarten uns ein bewölkter Himmel und 13°C. Wie bitte? 13°C? Ich wäre am liebsten wieder ausgestiegen und zurück zum Liepnitzsee gefahren.

Und sonst? Dublin steht noch. In weiten Teilen jedenfalls. Direkt bei Malahide, keine 300 Meter von wo wir vor kurzem noch wohnten, ist die Brücke über der Estuary Bucht eingestürzt zwischen zwei aufeinander folgenden Zügen. Drei Tage zuvor wurde diese Brücke von Inspektoren untersucht und für sicher befunden. So kann man sich irren... und das Leben vieler Leute riskieren. Zwar kam keiner zu Schaden, aber für die nächsten Monate müssen alle Leute, die nördlich von Malahide leben und in die Stadt wollen, ungefähr eine Stunde zusätzliche Reisezeit in Kauf nehmen. Die Estuary-Brücke ist so eine Art Flaschenhals, denn dort können nur Züge verkehren, keine Autos oder Fußgänger. Um um die Estuary-Bucht herumzukommen muss man die Autobahn nehmen oder ein Boot, wenn man eines hat. Von Dublin nach Belfast mit dem Zug kann man nun also erst einmal vergessen. Oben im Bild sieht man einen Zug über die Estuary-Bucht fahren unten findet sich der Nachrichtenbeitrag zum Vorfall vom Irischen TV-Sender RTE.

Und sonst? Dublin steht noch. In weiten Teilen jedenfalls. Direkt bei Malahide, keine 300 Meter von wo wir vor kurzem noch wohnten, ist die Brücke über der Estuary Bucht eingestürzt zwischen zwei aufeinander folgenden Zügen. Drei Tage zuvor wurde diese Brücke von Inspektoren untersucht und für sicher befunden. So kann man sich irren... und das Leben vieler Leute riskieren. Zwar kam keiner zu Schaden, aber für die nächsten Monate müssen alle Leute, die nördlich von Malahide leben und in die Stadt wollen, ungefähr eine Stunde zusätzliche Reisezeit in Kauf nehmen. Die Estuary-Brücke ist so eine Art Flaschenhals, denn dort können nur Züge verkehren, keine Autos oder Fußgänger. Um um die Estuary-Bucht herumzukommen muss man die Autobahn nehmen oder ein Boot, wenn man eines hat. Von Dublin nach Belfast mit dem Zug kann man nun also erst einmal vergessen. Oben im Bild sieht man einen Zug über die Estuary-Bucht fahren unten findet sich der Nachrichtenbeitrag zum Vorfall vom Irischen TV-Sender RTE.
Samstag, 18. Juli 2009
Irische Öffnungszeiten

Wie man schon am obigen Bild sehen kann, können Öffnungszeiten in Irland durchaus komisch sein: 8:30 Uhr bis 17:35 Uhr? Warum nicht 17:37? Banken sind normalerweise von 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr geöffnet, was besonders tragisch ist, wenn man arbeiten gehen muss. Überhaupt machen viele Geschäfte dann zu, wenn Leute wie ich Feierabend haben, also gegen 18 Uhr. Größere und kleinere Supermärkte sind hingegen oft bis spät am Abend geöffnet. Hier sind die offiziellen Öffnungszeiten zusammengefasst:
Büros:
o Mo - Fr: 09:00 to 17:30 Uhr
Geschäfte:
o Mo - Sa: 09:00 to 18:00 Uhr
o Do: bis 20:00 oder 21:00 Uhr
o So: eingeschränkt
Pubs:
o Mo - Do: 10:30 - 23:30 Uhr
o Fr und Sa: 10:30 bis 00:30 Uhr
o So: 12:30 bis 23:30 Uhr
o Pubs sind Weihnachten und Kafreitag geschlossen
Sonntag, 12. Juli 2009
Notrufnummern
In Irland gilt die europäische Notrufnummer 112. Außerdem funktioniert 999. In manchen Handy-Netzwerken soll auch die amerikanische Nummer 911 funktionieren. Wenn man gewählt hat, fragt man nach dem Service, den man braucht: Garda (Polizei), Ambulance (Krankenwagen) oder Fire Brigade (Feuerwehr).
Wenn man mit dem Auto unterwegs ist und etwas schief geht, kann man sich and die Automobile Association (AA) (Tel: 1800 66 77 88) oder den RAC Motoring Service (Tel: 1800 535 005) wenden.
Wenn man als Tourist Opfer eines Verbrechens geworden ist, ruft man am besten die Irish Tourist Assistance unter 01 47 85295 an oder man geht gleich zum Service in den Garda Headquarters, Harcourt Street, Dublin 2. Dort kann man Touristen auch dann helfen, wenn sie kein Englisch sprechen. Man kann auch eine E-Mail dort hin schicken.
Wenn man mit dem Auto unterwegs ist und etwas schief geht, kann man sich and die Automobile Association (AA) (Tel: 1800 66 77 88) oder den RAC Motoring Service (Tel: 1800 535 005) wenden.
Wenn man als Tourist Opfer eines Verbrechens geworden ist, ruft man am besten die Irish Tourist Assistance unter 01 47 85295 an oder man geht gleich zum Service in den Garda Headquarters, Harcourt Street, Dublin 2. Dort kann man Touristen auch dann helfen, wenn sie kein Englisch sprechen. Man kann auch eine E-Mail dort hin schicken.
Fundbüro - Etwas in Irland verloren?
Als meine Eltern in den neunziger Jahren das ertse Mal in Dublin waren, wurde ihr Auto aufgebrochen und ihre gesamte Habe verschleppt. In solchen Fällen kann man natürlich nichts anderes machen, als zur Polizei (Garda) zu gehen. Das taten meine Eltern auch und bekamen wenigstens ihre Schuhe, Hemden und Hosen wieder. Kameras, Schmuck und all der Krimskram waren natürlich weg. Sie hätten auch die Irish Tourist Assistance unter (01) 47 85295 anrufen können, denn die helfen, wenn man als Tourist Opfer eines Verbrechens geworden ist und nicht so gut Englisch spricht.
Ansonsten kommt es darauf an, wo man sein Zeug verloren hat. Natürlich hat der Flughafen und jede Bahnstation ihr eigenes Fundbüro (Lost Property Office). Wenn man glaubt, etwas im Bus verloren zu haben, dann sollte man folgende Nummer anrufen: (01) 703 1321. Die Öffnungszeiten sind: Mo - Fr: 08:45 – 17:00.
Außerdem kann es helfen, unter http://www.lost.ie/ nachzusehen, wenn man die Zeit hat. Inzwischen gibt es bereits wunderbare Services wie trackitback.com oder boomerangit.com, wo man seine Wertgegenstände registrieren und mit einem Label versehen kann. Sollte man solch einen Gegenstand dann jemals verlieren, kann er überall auf der Welt dem Eigentümer zugeordnet werden. Das ist sicher ein Modell mit Zukunft, besonders, wenn man dieses Modell bald mit RFID-Chips zu kombinieren wird.

Besonders lustig ist die Website isthisyourluggage.com. Der Betreiber kauft verweiste Gepäckstücke und fotografiert den Inhalt. Wenn man sein Gepäck wiederentdeckt, kann man sich bei ihm melden.
Ansonsten kommt es darauf an, wo man sein Zeug verloren hat. Natürlich hat der Flughafen und jede Bahnstation ihr eigenes Fundbüro (Lost Property Office). Wenn man glaubt, etwas im Bus verloren zu haben, dann sollte man folgende Nummer anrufen: (01) 703 1321. Die Öffnungszeiten sind: Mo - Fr: 08:45 – 17:00.
Außerdem kann es helfen, unter http://www.lost.ie/ nachzusehen, wenn man die Zeit hat. Inzwischen gibt es bereits wunderbare Services wie trackitback.com oder boomerangit.com, wo man seine Wertgegenstände registrieren und mit einem Label versehen kann. Sollte man solch einen Gegenstand dann jemals verlieren, kann er überall auf der Welt dem Eigentümer zugeordnet werden. Das ist sicher ein Modell mit Zukunft, besonders, wenn man dieses Modell bald mit RFID-Chips zu kombinieren wird.
Besonders lustig ist die Website isthisyourluggage.com. Der Betreiber kauft verweiste Gepäckstücke und fotografiert den Inhalt. Wenn man sein Gepäck wiederentdeckt, kann man sich bei ihm melden.
Dienstag, 7. Juli 2009
Gallery 29 in Mullingar

Soll angeblich eines der besten Bistros in Irland sein. Wir machten dort eine Lunchpause auf dem Weg nach Athlone. Wir saßen etwas gequetscht neben dem Eingang, wie so oft in Irland und beobachteten den heftigen Regen auf der Straße. Man servierte uns eine heiße Karottensuppe, die tatsächlich sehr gut war. Dazu bekamen wir eine ungespülte Karaffe mit nach Erde und Chlor riechendem Leitungswasser. Sehr lecker war der Rabarber-Crumble. Selbst der lieblose Teebeutel in heißem Wasser war zusammen mit diesem Streusselkuchen zu ertragen. Fazit: Es ist nicht so, dass die Iren nicht könnten, wenn sie wollten. Sie wollen nur nicht. Es fehlt die Hingabe zum Detail, der letzte Schliff. Gut gespültes Geschirr gehört dazu, aber eben auch ein hochwertiger Tee. Mit losem Tee kann man so schöne dekorative Sachen machen... und er schmeckt eben auch besser.
29 Oliver Plunkett Street
Mullingar, Co. Westmeath
Ireland - 044 9349449
Sonntag, 14. Juni 2009
Klettern in Irland
Leute lieben Klettern, auch und gerade in Irland. In Dublin gibt es einige künstliche Kletterwende (Fitness Center in Clontarf, Universität), aber auch einige wunderschöne Steilwände in der Natur. Z.B. direkt hinter meinem Haus liegt der Dalkey Hill, wo Klettertouren angeboten werden. Das Video oben und das Bild unten sind beide von Dalkey Hill. Man gelangt dorthin am besten von Dublin aus mit dem DART - zwei Stationen hinter Dun Laoghaire. Dann muss man allerdings noch etwas laufen. Mit dem Auto oder dem Fahrrad kann man direkt bis an die Wände fahren und losklettern. Von dort oben hat man einen wunderbaren Ausblick über die Küste. Man kann ganz Dublin samt Howth im Norden übersehen und Bray im Süden.
Ausführliche Informationen zum Klettern um Dublin und in Irland gibts hier auf Wapedia und hier auf Irish Climbing Online.
Abonnieren
Posts (Atom)







